UDI Etiketten

UDI Etiketten: Konforme Kennzeichnung für Medizinprodukte nach MDR

UDI Etiketten (Unique Device Identification) sind seit Mai 2021 für Medizinprodukte in der EU verpflichtend. Die Medical Device Regulation (MDR 2017/745) schreibt eine eindeutige Identifikation über die gesamte Lieferkette vor – vom Hersteller über Großhändler bis zur klinischen Anwendung. Unsere UDI-Etikettenlösungen erfüllen alle regulatorischen Anforderungen: GS1-Barcodes (GTIN/UDI-DI), HIBC-Kennzeichnung, maschinenlesbare Datenmatrix-Codes, sowie FDA- und EUDAMED-Konformität.

Regulatorische Anforderungen an UDI-Etiketten

Die MDR-Verordnung definiert strikte Vorgaben: Der UDI-Barcode muss dauerhaft lesbar sein über die erwartete Lebensdauer des Produkts. Das bedeutet Sterilisationsbeständigkeit (Autoklavierung 134°C, Gamma-Bestrahlung, ETO-Begasung), Chemikalienresistenz gegen Desinfektionsmittel und Reinigungschemikalien, Abriebfestigkeit für häufig berührte Geräte. Zusätzlich muss der UDI-DI (Device Identifier) in der EUDAMED-Datenbank registriert sein und mit dem UDI-PI (Production Identifier: Lot, Seriennummer, MHD) kombiniert werden.

UDI-Barcode-Standards und Formate

Zugelassene UDI-Aussteller (Issuing Entities) sind: GS1 (GTIN-Barcodes mit AI-Datenstruktur), HIBC (Health Industry Barcode für US-Markt), ICCBBA (für Blutprodukte/Gewebe), IFA (für chinesische Hersteller). Am weitesten verbreitet ist GS1 mit Data Matrix (2D) oder GS1-128 (1D) Barcodes. Enthaltene Datenelemente: UDI-DI (01), Lot (10), Seriennummer (21), Verfallsdatum (17), Produktionsdatum (11).

Materialien für UDI-Etiketten

Unsere UDI-konformen Etikettenmaterialien sind für medizinische Umgebungen optimiert: Polyester (PET) für Autoklavierbarkeit bis 134°C/273°F bei 250 Zyklen, Polyimid (Kapton) für extreme Temperaturen bis 300°C, PP-Folie für flexible Verpackungen und Beutel, Spezialpapier für kostengünstige Einmalverpackungen. Alle Materialien sind frei von BPA, Latex, Phthalaten und erfüllen Biokompatibilitäts-Tests nach ISO 10993.

Kleber und Haftung für Medizinprodukte

Die Klebstoffauswahl ist kritisch für UDI-Compliance: Permanent-Acrylat für dauerhafte Verklebung auf Edelstahl, Aluminium, beschichteten Metallen, removable Kleber für Primärverpackungen, die vom Klinikpersonal entfernt werden müssen, Tieftemperatur-Kleber für Kryolagerung (-196°C bei Stickstoff), High-Tack für schwierige Oberflächen wie Silikon, PTFE, pulverbeschichtete Gehäuse. Alle Kleber sind nach ISO 10993-5 auf Zytotoxizität getestet.

Drucker für UDI-Kennzeichnung

Professionelle UDI-Etikettendrucker garantieren dauerhafte, scanbare Barcodes: Thermotransfer-Drucker (Zebra ZD620, Godex G500, TSC TTP-247) mit Harz-Ribbon für 25+ Jahre Haltbarkeit, Laserdrucker (OKI Pro-Serie) für extrem abriebfeste Kennzeichnung, Inkjet-Drucker (Afinia L502, Primera LX910) mit pigmentierter Tinte für Farbcodierungen. Alle Systeme unterstützen GS1-128 und Data Matrix Barcode-Generierung via ZPL/EPL oder native GS1-Treiber.

Software und Datenmanagement

UDI-Datenbanken und Label-Design-Software erleichtern die Compliance: Integration mit EUDAMED für automatischen UDI-DI Export, BarTender oder NiceLabel für GS1-konformes Label-Design, SAP/ERP-Integration für automatische Lot/SN-Vergabe, Verification-Software zur Barcode-Qualitätsprüfung nach ISO/IEC 15415. Viele Hersteller nutzen Cloud-basierte UDI-Management-Systeme für zentrale Verwaltung aller Produktvarianten.

Anwendungen und Produktklassen

  • Klasse I: Einfache Instrumente (Skalpelle, Pinzetten) – UDI auf Verpackung
  • Klasse IIa: Kontaktlinsen, Hörgeräte, Ultraschall – UDI auf Produkt + Verpackung
  • Klasse IIb: Infusionspumpen, Defibrillatoren, Knochen-Implantate – UDI + Seriennummer
  • Klasse III: Herzklappen, Stents, Hüftimplantate – UDI + SN + vollständige Rückverfolgbarkeit
  • IVD: In-vitro-Diagnostika, COVID-Tests – spezielle IVDR-Anforderungen

Compliance-Fristen und Übergangsregelungen

Die MDR-Implementierung erfolgt gestaffelt: Klasse III ab Mai 2021, Klasse IIb ab Mai 2023, Klasse IIa ab Mai 2025, Klasse I ab Mai 2027. Altbestände mit CE-Kennzeichnung nach MDD dürfen noch bis zum Ablauf des Zertifikats (max. 2028) vertrieben werden. Für US-Export gelten zusätzlich FDA UDI-Regelungen mit abweichenden Fristen. China NMPA hat eigene UDI-Standards ab 2026.

Unsere spezialisierten UDI-Produkte decken alle Anforderungen ab: Komplett-Drucksysteme, Etikettenmaterialien für jede Sterilisationsmethode, GS1-Barcode-Software, Verification-Tools. Von 100 bis 1.000.000 Etiketten pro Jahr – für Hersteller, Lohnverpacker und Kliniken.

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